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Nichts

Stundenlang habe ich hier gesessen und nichts getan. Sinnlos Internetseiten durchgeklickt. Natülich wäre ich nun langsam an dem Punkt an dem ich schlafen könnte. Da muss ich nun durch. In der Hoffnung, dass ich heute Abend einfach müde bin. Ansonsten habe ich noch ein paar Neuoleptika die mich zumindest sehr schnell einschlafen lassen.

Ich denke, spätestens in einer Stunde gehe ich los.
Für Sekundenbuchteile stelle ich mir vor, es wäre alles noch wie vor ein paar Wochen... er und ich, wir arbeiten einfach zusammen. Es passt, es macht Spaß. Manchmal knistert es. Wir mögen einander. Nicht mehr und nicht wenige.
So wird es nie wieder.

Was er wohl tut? Sicher schläft er gerade. Ich hab ihn dabei so gern angeschaut...
Er fehlt mir so. Oh Gott. Er fehlt mir.

Ich muss aufhören. Wegen der Tränen. Und ich hab mich doch ausnahmsweise heute geschminkt. 

17.2.10 05:35, kommentieren

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Nacht

Anstatt vor der Realität in süßen, betäubten Schlaf zu flüchten bin ich nun angezogen und gestylt, sogar geschminkt. Das bin ich selten, zumindest trage ich eigentlich nie Makeup.
Die Zigarette will immer noch nicht wirklich schmecken. Den Kaffee habe ich weggeschüttet und mir stattdessen eine Tasse Pfefferminztee gekocht. Mit Honig.
So viel hätte ich zu tun. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Und so richtig aufraffen will ich mich auch nicht.
Ein bißchen wäre ich gerade versucht, mich wieder zwischen die Decken zu kuscheln.
Die Realität ist so... so kalt. So leer. So tot.

1 Kommentar 17.2.10 02:27, kommentieren

Schlaflos

Ich habe recht schnell beschlossen, dass ich mich nicht damit quälen werde mich von links nach rechts zu wälzen und doch nicht schlafen zu können.
Ich werde also diese Nacht durchmachen. Ich liebe die Nacht. Und ich werde keine Angst haben müssen, dass ich verschlafe. Gut, der morgige Tag wid vielleicht ab dem Mittag etwas anstrengend. Aber dafür werde ich morgen Abend sicher müde sein. Denn das bin ich jetzt nichtt. Trotz 500mg Tramal. Meine Toleranz ist inzwischen riesig. Und die Wirkung unterdrückt eigentlich nur noch den Entzug. Nachschub kann ich nicht kaufen. Mein Dispo ist ausgereizt.

Ich mache mir erst mal eine Tasse Kaffee.
So, dazu eine Zigarette. Auch wenn die mir irgendwie gar nicht so recht schmecken will (ich denke, es liegt daran, dass sie gestopft sind...). Auch der Kaffee will nicht wirklich schmecken. Seltsam.
Eins ist Fakt. Ich brauche dringend wieder irgendwelche Mittel, Tabletten, Drogen die mich verschickern. Im Moment bin ich gar nicht in der Lage, die Realität zu ertragen. Es ist so grausam, es bringt mich um den Verstand. Das kann ich nur betäubt ertragen - und gerade gestehe ich mir das auch noch zu. Wenn ich nur Geld für Nachschub hätte...
Ich habe Angst vor dem Termin bei der Bank... dieser wird nötig sein wenn ich einen Kedit will. 20 000 Euro. Vielleicht wird mein Berater mich nur auslachen.
Wenn nicht, dann wird hier alles neu.
Alles.
Und ich muss unbedingt noch 12 Kilo abnehmen. Dann habe ich mein Idealgewicht.
Vielleicht kann ich wieder ins Nagelstudio gehen.
Und ich habe ein Auto gefunden, welches mir gefallen würde.

Nun, die Nacht ist noch lange...

17.2.10 01:36, kommentieren

Zehn Stunden

Zehn Stunden später bin ich aufgewacht!!

Ich habe nichts, nichts,... NICHTS geschafft bisher. Nichts.

 

1 Kommentar 16.2.10 14:56, kommentieren

Was ist Zeit?

Ich kann nicht schlafen. Trotz Tramal hatte ich Schwierigkeiten einzuschlafen. Und nun bin ich wach. Aber um diese Uhrzeit werde ich seit Tagen wach und schlafe danach wieder ein.

Jetzt rauche ich erst mal eine Zigarette. Im Bett liegend. In meinem heiligen Schlafzimmer, welches ich so geschont und gehegt habe. Jetzt liege ich hier und rauche. Hier, wo wir uns die ganze Nacht geliebt haben...
Ich fühle mich wie ein dreistes, törichtes Kind, dass sich schämen muss, sowas auch nur zu denken. Als wäre es nie geschehen.

Heute rufe ich im Tattoostudio an. Mal fragen was es ungefähr kosten wird. Himmel, es wird sicher furchtbar weh tun auf dem Handgelenk... aber ich möchte es, am liebsten sofort! Es passt so unglaublich gut: Glaube - Liebe - Hoffnung.
Und das Intimpiercing, auch wenn mir davor ebenfalls graut. Das möchte ich auch dringend. Vielleicht um denken zu können, da ist etwas, was er nicht weiß.
Und das Lippenpiercing? Wenn alle Stricke reißen, dann wird auch das nötig sein.

 Ich möchte einen Kredit aufnehmen. Damit löse ich meinen anderen Kredit aus und decke mein Girokonto. Und dann renoviere ich meine Wohnung: neue Wandfarben! Ich denke, es werden verschiedene Braun-Töne. Und grün. Vielleicht Petrol. Und im Bad grelle Gute-Laune-Farben, ähnlich meiner Streifenwand: rot, gelb, orange und pink. Dann endlich ein neues Sofa! Ein großes mit Platz zum gemütlichen Gammeln. Und ein edler Couchtisch. Darunter einen Teppich und darüber eine neue Lampe. Und endlich ein großer Esstisch mit vier Stühlen. Eine weiße Kommode... hach, es wäre so schön! Hoffentlich klappt es.

 

Ich sollte aufstehen. Ich habe noch so viel zu tun. Heute ist mein letzter freier Tag. Aber ein wenig werde ich noch die Augen zumachen.

16.2.10 04:42, kommentieren

Richtung Leben stolpern

Ich werde noch unzählige Male hinfallen oder sogar in Panik zurück rennen.

Tagelang habe ich nun nur im Bett gelegen, am liebsten in der Dunkelheit. Im Hintergrund lief zur Dauerberieselung die heile Welt auf DVD... "Unsere kleine Farm". Ab und zu eine Zigarette, ein Schluck Cola und am liebsten ein Kätzchen im Arm. Vor allem aber unbedingt dauerdicht! Völlig schmerzfrei habe ich, seit ich frei habe, Unmengen Tabletten geschluckt. Hauptsache dicht, Hauptsache so betäubt, dass ich den Schmerz, den Verlust, die Grausamkeit nicht in vollem Umfang greifen kann.  Ich weiß, dass das fatal und falsch ist. Aber ich weiß auch, dass es mich anders längst um den Verstand gebracht hätte. Ich bin gerade aufrichtig dankbar dafür, dass ich diese Tabletten besitze und eine Quelle für Nachschub kenne. Es ist keine Lösung für die Ewigkeit, aber im Moment gestehe ich mir zu, das Leben nur abgeschirmt durch die opioide Wirkung ertragen zu müssen.

Tagelanger Konsum und ununterbrochenes Liegen und Schlafen haben nun für latente Kopfschmerzen gesorgt die nicht verschwinden wollen. Und mir scheint, egal wieviel ich nehme, ich werde nicht mehr müde. So habe ich nun 400mg Koffein geschluckt (was freue ich mich bis ich wieder die Chance habe an Meth zu kommen!).

Eine Zigarette noch.
Dann stehe ich auf und gehe duschen. Und dann lüfte ich erst mal meine Wohnung gründlich. Ich habe seit mindestens drei Tagen kein Fenster mehr offen gehabt.
Ich werde duschen, mich eincremen, frische Klamotten anziehen.
Und dann in der frischen Luft erst mal ein wenig aufräumen. Die Katzentoiletten frisch machen, das Geschirr spülen.
(Die Kopfschmerzen werden stärker. Ich werde noch ein wenig Tramal nachlegen.)
Vielleicht sollte ich Mama heute Abend doch begleiten zum Fasnetsball? Ach, ich weiß nicht.
Ich weiß nur, dass dies die Richtung ist.

Ob ich will oder nicht.

1 Kommentar 15.2.10 15:16, kommentieren

Du fehlst mir so.

Die Leere, die du von einer Sekunde zur anderen in meinem Leben hinterlassen hast, sie scheint sich nie wieder  zu füllen.

Es tut so weh, weil er so sehr fehlt. Die Arbeit, die Gruppe... ohne ihn ist alles so trostlos und leer. Als hätte es seinen Sinn verloren. Ich sitze dann am Schreibtisch und streichle Papier, dass er noch vor wenigen Tagen beschrieben hat.

Und jetzt bin ich mir nahezu sicher, er wird nie wieder kommen.

Zwei Wochen wären wir heute zusammen. Vor zwei Wochen gschah das größte Glück meines Lebens.
Warum es mir sofort wieder genommen wurde, ich weiß nicht, ob ich es jemals begreifen werde.
Und warum es so schwer sein musste, warum in Verbindung mit so viel Hass und Vorwurf.
Für ihn bin ich sicher weniger wert als der Dreck auf der Straße.

Und ich liebe ihn von ganzem Herzen. Unverändert. Ich liebe ihn so sehr. Und er fehlt. Er fehlt unendlich.

Die Rücken- und Bauchschmerzen sind so fies. Seit Tagen scheinen sie mich regelrecht zu verspotten.
Schwanger bin ich also nicht. Es fühlt sich an, als bekäme ich noch diese Nacht meine Tage. Aber vielleicht halten sie mich auch noch ein bißchen zum Narren.
Es wäre ein Grund gewesen Kontakt zu ihm aufzunehmen. Und trotz allem - es wäre ein Kind gewesen, dass ursprünglich gewünscht und aus tiefer Liebe entstanden wäre.
Romy Maria hätte ich es genannt, wäre es ein Mädchen geworden. Romy gefällt mir so sehr. Und Maria... weil ich weiß, dass das seine Wahl wäre.
Einen Jungen hätte ich Frederick oder Constantin genannt.

Aber ich werde mit diesem wundernbaren Menschen niemals Kinder haben. Wir werden niemals heiraten. Ich werde niemals seinen Namen tragen.

Vermutlich werden wir uns nie mehr sehen, jedenfalls nie mehr miteinander sprechen.
Geschweige denn zusammen lachen, einander berühren, küssen, so nahe sein wie wir es noch vor zwei Wochen waren.

Ich bin dankbar, dass er in meinem Leben war.
Und ich wünschte ich könnte wissen wie es ihm gerade geht.

1 Kommentar 5.2.10 23:56, kommentieren