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Wunder gescheh'n!!!

Tief in meinem Inneren habe ich es mir sicherlich noch immer so sehr gewünscht, die Hoffnung war noch nicht erloschen... aber wirklich erwartet habe ich es nicht mehr.
Und doch wurden wir gestern nochmal zur Chefin ins Büro zitiert, beide. Mit mir ist sie offensichtlich fertig. Menschlich das letzte, unfachlich, unqualifiziert... so beurteilte sie mich, offensichtlich stinksauer. Natürlich tat mir das sehr weh. Ich wollte keinen Fehler machen, ich wollte keinem Ärger bereiten. Aber ich habe es getan. Den Rest des Gesprächs sprach sie eigentlich nicht mehr zu mir, nur mit ihm. Ich darf bleiben. Ich darf wirklich bleiben!! Der Kompromiss ist jedoch, dass ich so lange parallel auf WG 8 aushelfen muss bis dort wieder jemand gefunden und eingearbeitet ist. Sie sprach mal von mindestens 01.02. - ich rechne mal mindestens mit Sommer.
Ich war sprachlos. Zum einen konnte ich es erst mal wirklich nicht fassen. Zum anderen war ich nach dem deutlichen Anschiss doch sehr klein. Außerdem war ich völlig zugedröhnt um den schlimmsten Schmerz und vor allem die Tränen von mir zu halten.
Ich schäme mich abgrundtief für alles was passiert ist. Ich war gekommen um ihm den Rücken frei zu halten - nun muss er das für mich tun während ich irgendwie zwei Jobs gleichzeitig meistern muss. Wie ich das machen werde weiß ich noch nicht. Aber ich werde das schaffen!! Koste es was es wolle. Ich werde hoffen, dass es nicht allzu lang dauert. Ich werde mich für diese Zeit von allen persönlichen Wünschen und Belangen trennen. Und ich werde dafür sorgen, dass ich immer genügend Tabletten oder Tropfen bei mir habe. Dann schaffe ich es!! Und wenn es nur ein kleiner Teil ist um alles, was ich angerichtet habe wieder gut zu machen. Meine Chefin hat angeordnet, dass ich hinsichtlich meiner Motivation genauestens beobachtet werden muss. Und wenn ich Fehler mache müssen diese ihr sofort gemeldet werden. Ich komme mir vor Dreck - aber dazu habe ich mich wohl selbst gemacht. Aber auch darüber kann Gras wachsen, darüber wird Gras wachsen. Das hoffe ich so sehr.
Alles wird gut. Wunder gescheh'n.
Ich habe einen großen Fehler gemacht - aber ich habe die Chance, ihn zumindest ein wenig wieder auszubügeln. Sicherlich habe ich die Anerkennung und das Wohlwollen vieler Menschen verloren. Aber es muss jetzt weitergehen. Es wird weitergehen! Ich werde es schaffen. Gerold steht hinter mir (ich weiß gar nicht, wie ich DAS jemals gut machen kann...! Er hat sogar seine Kündigungsgedanken sofort wieder begraben weil ich bleiben darf...). Und Mama hat mir jede Unterstützung zugesagt für die Zeit in der ich zweigleisig arbeiten muss. Sei es zum Auskotzen oder Ausheulen oder auch ganz Praktisch: Putzen, Einkaufen, Katzen füttern. Ich bin in all dem Schlamassel doch ein Glückskind!
Kurz nach dem Gespräch bei der Chefin kam Tanja. Offensichtlich auch sauer und enttäuscht, vor allem auch menschlich. Sie hat sicher Recht mit allem was sie sagte. Ich tue mir nur nach wie vor mit ihrer eigenen Unfehlbarkeit sehr schwer. Sie hat noch nie einen Fehler gemacht, sie hat irgendwie alles im Griff und kann alles.
Vor der Begegnung mit Sabine habe ich besondere Angst. Sie wird sicher auch sehr böse sein. Verständlicherweise. Nun, ich habe wohl auch viel Glas zerschlagen was sich nicht wieder verkleben lässt.
Am Sonntag bin ich zur Weihnachtsfeier eingeladen, dann werde ich sehen. Die Geschenke, die ich schon seit langer Zeit für alle gekauft habe, die werde ich dennoch mitnehmen. Ob sie sie annehmen, das kann ich nicht beurteilen.
Und ich weiß auch nicht wie meine Zeit dort werden wird. Es wäre wohl nachvollziehbar wenn man es mir besonders schwer macht. Aber ich will es schaffen, ich will so gut sein wie ich nur irgend kann. Am besten so gut, dass es ihnen am Ende um mich leid tut... ja, das will ich!
Und dann werde ich all meine Energie in diesen einen Job stecken, den ich inzwischen so liebe und fast verloren hätte. Der Job, der mir Spaß macht - und mich aber darüber hinaus auch am Leben lässt.
Ich bin unheimlich erleichtert, dass ich ihn behalten kann. Verdient habe ich das wohl nicht. Aber ich bin so dankbar. Und ich werde auch das Versprechen nicht vergessen welches ich Gott gegeben habe...
Momentan drückt mich ganz klar noch die Sorge über das, was da auf mich zukommt. Ich will versuchen, mir auch durch das Schreiben hier Erleichterung zu schaffen.
Ich möchte wieder schätzenswert werden. Irgendwie, irgendwo, irgendwann...
Es geht also los. Ob das bißchen Aufputschen eben wohl einen Wert hatte? Ich muss jetzt erst mal schnell in die Dusche hüpfen und mich stylen. Mama will mir das Haus zeigen, dass Olli und Steffi gestern gekauft haben. Und dann geht's los! Ich muss mein Leben wieder vom Schmutz und Staub befreien!
Und ich werde Xeni noch sagen müssen, dass ich im Januar nicht da sein werde wenn sie kommt. Ein großes Opfer... gerade in dieser Woche wären so viele Dinge angestanden, die mir wichtig sind (das interessiert keinen und ist bezeichnend dafür, warum ich diesen Job nicht mehr machen möchte!). Aber dieses Opfer muss ich bringen.
Alles wird gut.

Alles...

18.12.09 14:01

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